ratOmatdies wird hier mein erstes resumee in sachen "audiophil", hardware, software und was mir sonst noch so einfällt.
tatsache ist auf jeden fall, dass man grad in dem bereich wunderbar reinfallen kann, wenn man den "wissenden audiophilen" in ihren foren und verkaufsseiten alles glaubt, was sie so vor sich hinblubbern.

ich sag gleich mal dazu, dass das ganze nur mal mich betrifft. grad in dem bereich ist sehr viel geschmackssache dabei und fast jeder hat so seine eigene meinung. tatsache is also, dass folgendes gequassel eher die punkte wiederspiegelt, über die ich gestolpert bin, die mir probleme gemacht haben und die ich leicht hätte vermeiden können, hätte ich auf die wenigen gehört, dies wirklich wissen - vorzugsweise als nicht auf mich selber *g*.

für ergänzungen und verbesserungen wär ich grad in dem bereich recht dankbar! immerhin weiß ich jetzt erst, was ich vor 1 - 2 jahren nicht wusste und wie überheblich ich eigentlich an die sache ran gegangen bin. wenn ich das hoch rechne, ist bei meinem "audiophilen wissensstand" sicherlich noch jede menge luft nach oben.

wer meine "wichtigen vorergüsse" zum thema will:

der erste teil meines ratOmat eigenbaus

der zweite teil und vor allem: das glückliche ende des eigenbaues

infos zum usb audio player pro - den verwend ich auf android immer noch

wie alles begann ... erste hardware(fehl)käufe

meine eindrücke zum fiio kunlun


die lüge vom extraguten file

jaja, was findet man da nicht alles im netz ... von dem ganzen mp3-kram mal abgesehen, sind webdownloads von 16bit/44.1khz bis 32bit/384khz drinnen. über die ganzen neumodischen arten, musik auf div. runde dinger zu kriegen, will ich lieber erst gar nicht eingehen ... wenn ich was von z.b. sampleraten wie "1/5,6 mhz" bei dsd höre, steig ich mal geistig ganz aus. 1bit auf 5,6 mhz ... wooot?!?!?! ... is das nu besser oder schlechter? und vor allem zu was im vergleich?

nachdem man aber nicht zugeben will, dass ein anderer audiophiler ein besseres gehör hat, kauft man immer das beste und hört da auch noch unterschiede raus. lachhaft!

sehr individuell: ich z.b. kann sehr einfach jede mp3 von ner flac unterscheiden und krieg eindeutig die qualitätsverbesserung von 16bit auf 24bit (irgendwie "breiter") mit. ich höre auch noch unterschiede bis 48khz hoch und bilde mir zumindest ein - bei z.b. klassik - auch noch die 96khz mitzubekommen. is aber unklar, weil ich beim "blindtesten" öfter richtig lieg als bei noch besseren formaten, aber weit weg von 100% trefferquote bin. dann is aber schon mal eindeutig schluss. ich bin also quasi noch in der unteren preisklasse der files *g*. und mehr muss da wohl auch nicht sein. zumindest hat mir kein andere musikgenießer bis jetzt anderes bestätigen wollen.

lässt sich auch leicht testen. nimm das beste ausgangsmaterial, dass du hast und rechne es in div qualitätsstufe um. eventuell macht man sich noch mp3's dazu. dann setzt man sich seine kopfis auf, gibt den player in die hand der holden und lässt diese lustig immer das selbe lied in versch. qualitäten abspielen. erstaunlich, was man alles nicht hört und wie herrlich falsch man liegen kann.
liegt die holde dann vor lachen mit schweren bauchschmerzen am boden, weißt du recht genau, dass du doch nicht so audiophil bist wie die file-verkäufer das gerne von dir hätten *g*.

was aber eig. jeder idiot mitbekommt ist der unterschied zwischen z.b. cds und webdownloads. meistens zumindest...
ich hör z.b. nur mit kopfhörern, hab meine anlage ganz abgeschafft. drum krieg ich es auch böse "klirrend" mit, wenn eine cd für ne anlage abgemischt wurde und nicht für nen kopfi. die webdownloads sind gern mal für kopfis gemacht oder zumindest recht neutral gemixt, drum kommen die auch besser auf selbigem binauralen hörgerät.
als "workaround" kann man sich z.b. die "Bauer stereophonic-to-binaural" dsp installieren --> die nehmen die "schärfe" aus der cd und sorgen für weniger kopfweh beim langen hören. das spart einem zumindest das ewige eigene rumdrehen am eq *g*.

was ich mittlerweile recht lustig finde: immer wieder will mir jemand nen vinylrip zum tauschen anbieten (sparts euch das, ich will nicht!). das eigentlich lustige dabei ist, dass der mit 32bit/192khz (oder mehr) ge-ripped hat.  dank eines hinweises im foobar-forum: lies DAS http://wiki.hydrogenaud.io/index.php?title=Myths_(Vinyl)

fazit vom onkel: es kommt beim gekauften file weniger auf khz an, denn wofür sie gemacht sind. spart viel geld und macht einem vor besseren soundmixern (so man solche kennt) weniger zur lachnummer.
ich geb's aber schonmal zu: wenn ich irgendwo 96 oder 192khz verbilligt kriegen kann, kauf ich's auch. die hoffnung, dass meine ohren im alter besser werden - eh klar *lach* ... 


die hardware - oder: wie ich lernte, geld zu verbrennen

wieder nur von mir als reinem binauralen hörer ausgehend, sag ich natürlich: egal, was du sonst hast, schau, dass deine kopfis zu dir passen!
ich schwör dabei ja auch immer noch auf meine beyerdynamics - neutral, "billig", sehr robust und für nen brillenträger die offenbarung in sachen tragekomfort.
verliebt hab ich mich ja in meine beyerdynamics dt 990 pro - DAS sind meine schatzis, wenn ich allein bin. weil durch ihre offene bauart nervens sowohl mich als auch meine umgebung gewaltig bei lärm.
ansonsten trag ich die beyerdynamics custom studio mit dem mikrofonaufsatz. ja, ich verwend das ding auch beim spielen, skypen und filme schauen.

tja, was kommt dann - n brauchbarer dac würd ich sagen ...
da schwör ich ja immer noch auf meinen eigenbau aus raspberry pi 3 und dem iqaudio aufsatz. warm und weich kommt da der ti burr brown rüber. ganz des onkels geschmack.

generell sollte man drauf achten, dass der dac alles bis zu seinem maximalen limit spielen kann. sonst geht das down- und up-samplen so richtig lustig los. das schadet der qualität und nervt auch mal gerne.

ansonsten hab ich mir gedacht, dass ich nur mehr zeug mit usb-anschluß zulege. dann brauch ich ned für jeden pc/schleppi was eignes kaufen und bin auch halbwegs zukunftssicher, was steckplätze angeht. allerdings ist mir bis jetzt kein usb-dac bekannt, der 32 bit könnte (sofern das jemanden wichtig ist). auch wenns der chip könnte, usb2 scheints nur bis 24 bit zu packen und usb3 können die aktuellen dac's nicht.
was das angeht, hab ich mir mittlerweile einen recht universellen dac asus xonar u7 zugelegt. der schafft 24bit/192khz und macht netten dolby-sound in spielen. nachdem er warmen sound liefert, ist der auch durchaus zum musikhören geeignet.

für unterwegs hab ich immer noch meinen fiio kunlun, der mir zwar ein bissi zu kalt is, aber damit muß ich wohl leben. so großartige auswahl im "billigen" segment gibts da ja auch ned wirklich. vor allem im bereich: "einfach ans handy stecken und hören" find ich nicht wirklich anderes. wenn ich da an meine problem mit dem creative-dac denk mit seinen spinnereien bei bluetooth, dem dauerladen des handys und totalversagens wegen eh nirgends funzender treiber, da is der kunlun ne echte offenbarung.

ganz wichtig: geh in nen echten audio-shop, gib dir ein paar kopfis und sortiere mal nach geschmack und fachberater aus. mir allerdings schon fast lieber, weil ich dann mit meinen eigenen sachen testen kann: mehrere geräte im inet zum testen bestellen und alle schlechteren zurück senden (tut halt kurzfristig im geldbörserl sehr weh *g*). auf jeden fall solltest du immer beim neukauf vergleichen können, sonst versaut dir warscheinlich schon deine tagesverfassung den kauf.
teste auch nie 2 neue sachen, wie z.b. kopfis und dac, gleichzeitig und auch möglichst immer mit dem gleichen ausgangsmaterial, sonst weiß man ja wieder nicht, was nu besser oder schlechter is.
und noch viel wichtiger: die definition "besser" trifft ausschließlich auf deine ohren und deinen bauch zu. definitiv nicht auf leute, die sich wieder nur wichtig machen wollen. lass dir also nix einreden! du musst mit dem sauteuren zeug dann leben, nicht der onkel, der alles besser weiß *g*.

ich bring zu solchen aktionen immer gern mal nen usb-stick mit z.b. der "The Ultimate Headphone Demonstration Disc (JD361)" drauf mit. die kenn ich mittler weile und weiß, auf was ich zu achten hab.

als fazit: ich muß zugeben, noch keine dacs über 500,- euro probiert zu haben, aber zumindest die im bereich der 500,- sind in meinen ohren nicht besser als das, was ich hab. fragt sich also auch wieder, ob mans denn unbedingt braucht.


die software - oder: streiten wir weiter *g*

ich steh mirs nach wie vor auf den foobar 2000. das wird wohl auch immer so bleiben. sobald man mal das ding kapiert hat und sich selber ein wenig tunen kann, gibts halt nix besseres. speziell die erweiterbarkeit in sachen input/output/dsp ist halt wirklich nicht zu toppen. wer zeit hat, baut sich da auch was wirklich schön aussehendes zusammen. in meinem fall meinen "ratomat v5".
was sich stark seit meinen anfangszeiten geändert hat, sind meine einstellungen und vor allem die dsp's, die (nicht mehr) laufen. nachdem ich jetzt ja keinen dac mehr hab, der mit bestimmten khz nicht umgehen kann bis zu seinem maximum, brauch ich auch keine resampler oder sonst was mehr. nur für oben erwähnte cd's fährt bei mir per knopfdruck der stereophonic2binaural an und kriegt noch einen intelligenten limiter zur seite, weil so manch modernere cd gern mal übersteuert. nen echten eq oder solch hexenwerk verwend ich schon länger gar nicht mehr (ausser unterwegs mit dem kunlun-dac). lautstärke regel ich nur mehr im notfall per software. wozu gibts die regler auch auf der hardware dafür?
das ich die musik nur über wasapi oder asio an meine dacs übergeb, ist auch klar. zum einen, weil dann keine systemsounds oder so stören, zum andern, weil man damit einfach alles übergeht, was ansonsten versuchen würde, am sound rumzuschrauben.

als zwischenfazit bin ich mittlerweile der meinung, das in dem fall weniger mehr is. jeder dsp rechnet ja in echtzeit an der musik rum. je weniger dsp's man als hat, je weniger wirds signal verschlechtert.

tjo, was die files an sich angeht, schwör ich immer noch auf flac's. flac is n freies format, man kann also im gegensatz zu anderen formaten davon ausgehen, dass es nicht irgendwelche probleme mit rechteinhabern gibt, weil die grad heute mal wieder mehr knete als gestern an uns verdienen wollen und das es verlustfrei rennt ist für mich sowieso ne grundvoraussetzung (sorry ihr mp3 enthusiasten ... ich mag solch zeug einfach nicht). ausserdem hab ich tatsächlich kein gerät, dass nicht mit flac's zurecht kommen würde. schon bei z.b. ape schauts anders aus.
ich bin auch immer noch der irre, der seine musik anstelle playlists mit ordnern strukturiert und jedes musikstück einzeln auf der platte liegen hat. auch das hat sich in sachen "universeller verwendbarkeit" als richtig bei mir rausgestellt. z.b. deshalb, weil scheints jeder player anders mit .cue umgeht, z.b. mein audacious am hardware-ratOmat die dinger einfach total ignoriert. so haste dann als anzeige 1 musikstück und kannst nicht einfach die lieder per fingertipp am touch ansteuern.
ich arbeit auch sofort nach dem überspielen meiner cd's oder kaufen meiner flacs diese auf. sprich: ich versuch ein einheitliches taggen zu erreichen, damit ich auch bei jedem album sofort alles dort stehen hab, wo ichs gewohnt bin. ist anfangs natürlich ne horrorarbeit, aber mit der zeit wird's ...

als fazit zur musik selber würd ich also sagen: schau, dass du von anfang an einheitlich bist, das du ein format und eine einteilung findest, die dich auf allen deinen geräten glücklich macht.

rechtslage ftw?

nur, weil mich schon einer als raubkopierer beschimft hat, hier mal n info zum recht - ich hab das aus wikipedia ( https://de.wikipedia.org/wiki/Privatkopie ) geklaut, wo man auch gleich kurzinfos zu de und ch kriegen kann.

Österreich

Die Privatkopie ist im österreichischen Recht im § 42 Abs. 4 UrhG geregelt:

(4) Jede natürliche Person darf von einem Werk einzelne Vervielfältigungsstücke auf anderen als den in Abs. 1 genannten Trägern [Papier oder einem ähnlichen Träger, die jedermann zum eigenen Gebrauch freistehen] zum privaten Gebrauch und weder für unmittelbare noch mittelbare kommerzielle Zwecke herstellen.

Die Vervielfältigungsstücke dürfen laut § 42 Abs. 5 UrhG nicht dazu verwendet werden, das Werk der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Mit der UrhG-Novelle vom August 2015 wurde der § 42 Abs. 5 dahingehend erweitert, dass nun auch in Österreich Privatkopien nicht mehr zulässig sind, wenn zur Vervielfältigung „eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage“ verwendet wird.

man sieht also, ich darf meine eigenen sachen kopieren. ich hätte auch 0 lust, meine ganze sammlung immer von at nach de zu karren und umgekehrt *g*.


schaun ma mal ...

so, genug wichtig geschrieben, jetzt könntest natürlich du gerne noch deinen senf als kommentar dazu geben. ich bin über jede an- und einsicht dankbar *g*
und wie immer bei mir: das wird hier sicher noch wachsen mit der zeit ...